»Irgendwie macht mir das Angst«,

sagte sie zu mir.


Ein paar Stunden habe ich schon überlegt, ob ich die Story schreibe und veröffentliche. Denn unheimlich ist es doch, was gestern passiert ist. Wir hatten es uns gewünscht, aber anders, nicht mit diesem Ergebnis. Egal, wie wir oder andere darüber denken, über mentale Kräfte, über die Kraft der Gedanken und wie diese Energie auf Materie wirkt: der Effekt ist eingetreten. Und das macht meiner Bekannten, die mich Sonntagabend anrief, Angst.


Ich war zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Alles lief harmonisch ab, wie das so geht, gratulieren, Geschenke übergeben, auspacken, Aahs und Oohs, das erste Glas Sekt, Kuchen und Smalltalk.


Später dann, als nur noch einige Leute übrig-blieben, wurden die Gespräche konkreter. Weil fast alle eingeschworene Werder-Fans waren, kam natürlich das bevorstehende Spiel auf den Tisch, Werder gegen Hoffenheim, Heimspiel. Eigentlich sollten die Bremer das für sich einsacken, waren sich alle einig … wenn nichts Unvorgesehenes geschieht.


Ich brachte ein Stichwort ins Spiel: Den Jahrhundert-Wettkampf, den der Autor Taco Palmer in seinem Buch »Chip-Sklaven 2050« beschreibt. Nicht alle interessierte das, denn da ging es um ein Fußball-Match im Jahre 2050 zwischen »Natures« und »Humanoiden«.   


Die Natures sind natürliche Sportler aus rein biologischer Zeugung, manche mit nur einem kleinen Daten-Chip im Arm; die Humanoiden sind Halbwesen, halb Mensch, halb Maschine, gefüttert mit KI, mit künstlicher Intelligenz.


»Igitt! Das ist nichts für mich!«

M., eine der vier anwesenden Frauen mochte das Thema wohl nicht. (Die echten Namen nenne ich hier nicht.)


Ich blieb aber dran, weil ich Zukunftsthemen seit Jugendjahren spannend finde.


»Bei der Mannschaft, neeh, Mannschaft sagt man im Jahre 2050 nicht mehr, also bei dem Team der Humanoiden mischen auch weibliche Athleten mit, die Genoiden … aber exakt zu bestimmen ist das auch nicht … fast so wie heute schon bei manchen Fraktionen ..«


»Wer hat gewonnen?«, wollte S. wissen.


Da ich das Buch gelesen, ja, geradezu ver-schlungen hatte, wusste ich die Antwort.

»Keiner, denn zum Endergebnis kam es nicht, weil eine Entführung der dort in der Halbzeit-pause auftretenden Popgruppe dazwischen kam.«


»Entführung? Wo?« Jetzt merkten die anderen spontan auf.


»Ist nur Sience Fiction«, klärte S. auf.


»Dass Werder auf Platz 16 abgerutscht ist, ist bittere Wahrheit«, meinte B. und D. fügte hinzu »Ich mag gar nicht mehr hingucken, wenn die spielen.«


»Die sollten mehr Geld für Transfers ausgeben, guckt die Bayern an.«


»Geld allein macht‘s auch nicht. In der neuen Bolzerei von Werder hängt ein Spruch von Otto Rehagel, der da sagt, dass die Einstellung mehr Erfolg bringt als die Mittel.«


»Auf Facebook gibt‘s eine Seite, die hat was mit Mentalkraft zu tun … wird ja auch sonst überall gepredigt, dass mentale Stärke wichtig ist … da steht, dass sich die Werderfans nur das Bild von einem grünen Krokodil mit Kopfball vor das geistige Auge rufen sollten ...«


»Natürlich in Grün!«


»… und dann gewinnt Werder?«


Ich vertiefte das Thema etwas und es gelang mir, fünf Leute zu einem Experiment zu bewegen.


Mehr aus Spaß an der Freude machten sie mit. Einer rief sogar einen Freund im Ausland an, damit der mit seiner Familie, ebenfalls Werder-Fans, mitmachen sollte. Da waren's dann schon sechs. So richtig ernst meinte es keiner – außer mir. Ich glaubte ja, dass die Mentalkraft keinen Unterschied macht zwischen »ernst gemeint" und "spaßig gemeint«, egal in welche Richtung der Verstand tendiert. Es ist so wie mit dem Talisman: er wirkt, auch wenn man nicht dran glaubt. Naja, Vergleiche hinken immer etwas.


Konzentration auf eine Sache, die überhaupt nicht zu dieser Feier passte, war etwas schwierig, hätte ich dies als Partygag ange-kündigt, wäre es besser angekommen.


»Zwei Minuten genügen«, ermunterte ich die kleine Gruppe. »Und später dann einfach, wenn‘s passt oder wenn's automatisch kommt.«


Die Familie aus Übersee wurde per Skype zugeschaltet. Alle hatten ein freches Grinsen in der Visage. Tatsächlich wurde es doch stiller. »Stellt euch ein kleines grünes Krokodil vor, das den Ball über die Torlinie köpft.« Dazu hatte ich die Website aufgerufen, auf der eine Comiczeichnung zu sehen war, und hielt sie den Leuten vor die Nase.


Gesagt, getan. Alle hatten nun das Bild vom grünen Krokodil mit Kopfball im Kopf.


M. gluckste. »Ihr seid total bekloppt!«


»Wenn wir ganz gut sind, können wir noch eine Zeit ausmachen, wann der Ball ins Netz hüpft ...« sagte ich.


»Erste Halbzeit oder zweite?«


»Sag mal einer ein Geburtsdatum«, wünschte ich.


Nach einigen Wortmeldungen einigten wir uns auf die Zahlen 5 und 6.


»Das kann die 56. Minute sein die 65.«, meinte S.


»Tja«, hakte ich ein, »da bin ich im Moment überfragt, lass und einfach an die beiden Ziffern denken. Überlassen wir die Reihenfolge dem Schicksal.«


Nach der kräftezerrenden Gedankenarbeit prosteten wir uns zu und das grüne Krokodil wurde von anderen Gesprächsthemen verdrängt. Aber: beim Abschied musste fast jeder noch mal daran erinnern: »Immer schön an das grüne Korodil mit dem Kopfball denken!« Das war Freitagabend.


Sonntagabend dann der erste Anruf.


V.: »Hast du schon gehört, das mit Werder?«


»Nee, was denn?«


»Kopfball!«


»Was? DER Kopfball? Unser Kopfball?«


»Yepp.«


Einen Moment lang schmunzel ich in mich hinein, konnte es noch nicht glauben, aber ehrlich gesagt, überrascht hat mich das nicht wirklich.


»Irgendwie macht mir das Angst … «, sagte V. »… diese Geisterbeschwörung ...«


»Es ist keine Geisterbeschwörung!«, erwiderte ich in einem der Lage entsprechend ernsten Ton.


Der zweite Anruf folgte gegen Mitternacht von S. »Wenn ich nicht selber dabei gewesen wäre, würde ich das als Spinnerei abtun. Kann es solche Zufälle geben?«


Ich hab‘s ja kommen sehen, eigentlich erst richtig, als ich wieder anfing, die Sache ein bisschen publik zu machen. Die fb-Seite und die Domain gibt es ja schon seit 2014, aber zu dem Zeitpunkt war es eine Idee, ohne dass ich mich großartig drum gekümmert hatte. Allerdings stand der Kopfball von Anfang an im Fokus.


Nur eines ging von unserer Seite aus schief. Die Möglichkeit, dass es ein Eigentor werden könnte, hatten wir in unserem Kraftfeld nicht berücksichtigt. Ein unheimliches Phänomen bleibt das Experiment trotzdem.               - tpa -

Kopfball Werder Winner Bremen

Die Mentalkraft hat gewirkt! Aber leider ging der Kopfball ins eigene Tor.

Ist das Krokodil Schuld?

Erneuerbare Energie?

Kein Probkem. Werder setzt ja schon auf Solarstrom für's Weser-Stadion. Aber Mental-Energie? Das gab's noch nie. Das Eigentor per Kopfball gehört für viele in die Schublade "Kurioses".  Für "Werder-Winner" ist das die Wirkung von Gedankenkraft. Werder-Fans haben sich auf ein Tor konzentriert, was richtig war. Aber es stehen zwei Tore in der Arena.     Beim nächsten Mal müssen wir das gegenerische Tor genauer defnieren.

Was war das denn? Kopfball und Eigentor!

WERDER BREMEN Stadion - Foto: Take Janssen

Ein bisschen Wissenschaft.

Jeder Mensch kann magische Wirkung erzeugen


Meist macht er das, ohne sich dessen bewusst zu sein. Inzwischen kann diese „Tatsache“ wissenschaftlich nachgewiesen werden. So können mittels der EEG-Spektralanalyse physiologische Veränderungen in den Gehirnen von Patienten und ihren Heilern während einer Behandlung erkannt werden. Selbst ver-meintlich normale Aktivitäten des Alltags haben ständig Einfluss auf die Umwelt.

Allein durch ihre innere Haltung können zum Beispiel Lehrer einen messbaren Einfluss auf die Leistung des Schülergehirns ausüben.


Dazu ein erfolgtes Experiment mit zwei Lehrern und einem Schüler. Ohne dass es die Lehrer voneinander wissen, sagten die Forscher dem einen Lehrer, er habe es bei dem „Versuchs-kind“ mit einem hochbegabten Schüler zu tun, während man dem anderen Lehrer sagte, dass das Kind aus der Sonderschule käme.


Im ersten Fall zeigte sich, dass der Schüler die Aufgabe, die ihm der Lehrer stellte, sehr leicht lösen konnte. Im zweiten Fall hingegen zeigten die EEG-Messungen, dass der Lehrer schon durch das bloße Betreten des Raumes, in dem der Schüler sitzt, noch bevor die Aufgabe überhaupt gestellt wurde, im Gehirn des Schülers eine massive Irritation im Bereich der Beta-Schwingungen (zwischen 14 und 30 Hertz) auslöste - womit eine Angstblockade einhergeht -, so dass der Schüler die Aufgabe nicht oder nur sehr mühsam lösen konnte.


Das Bewusstsein kann Zufallsgeneratoren beeinflussen


Schon 1988 veröffentlichte Professor Robert Jahn von der Princeton Universitiy eine Studie, die wissenschaftlich belegte, dass es möglich ist, mit dem menschlichen Bewusstsein eine Maschine zu beeinflussen. Er hatte festgestellt, dass Zufallsgeneratoren aufhören Zufälle zu produzieren, sobald sie unter Einfluß jeglicher Art von Bewußtsein stehen.


Als Versuchspersonen wurden bewusst nur Menschen ausgewählt, die von sich selber meinten, über keine besonderen seelisch-geistigen Kräfte zu verfügen. Zahlreiche Wiederholungen dieser Experimente durch    38 Forscher mit circa 6000 Experimental-studien belegen, dass durchschnittliche Menschen auf direktem geistigen Weg auf unbelebte Materie oder maschinelle Systeme einwirken können.


Die Wirkung von Paaren, also miteinander hamonisierenden Personen, war in der Regel stärker - besonders stark bei gemischt-geschlechtlichen Paaren - als die von einzel-nen Personen oder anderen Konstellationen.

Ist die Werder-Fan-Gemeinde gemischt-geschlechtlich? Ja.


Harmonisieren sie miteinander? Meisten ja, das kommt auf die Situation an.


Die Experimente machten deutlich,  dass die Beeinflussung auch aus beliebiger irdischer Distanz erfolgen kann und sogar zeitlich verschoben, sowohl aus der Zukunft wie aus der Vergangenheit wirksam werden.


Können Tausenden von harmoni-sierenden Fußball-Fans einen Ball beieinflussen?

Ja. das können sie, wenn sie es wollen.

Noch ein wundersames Experiment:


Da ist ein Käfig, in dem sich ein zufalls-gesteuerter Roboter einige Zeit auf der Hälfte der Fläche frei bewegen konnte       (… entspricht einem halben Spielfeld).      Die andere Spielfeldhälfte war anfangs leer. Nun setzte man Ein-Tages-Küken in diese Hälfte. Wie man weiß, halten Küken, die ein Wesen oder eine Erscheinung direkt nach ihrer Geburt als erstes erblicken, für ihre Mutter.


Nun kommt das Phänomenale:

Die Kücken konnten den Roboter durch ihr Bewusstsein immer in der Nähe ihrer Hälfte halten!


Können das auchTausende Werder-Fans mit einem Ball?


Im Gegensatz zu den Küken, die nicht wissen, was ein Roboter ist, wissen Werder-Fans, was ein Fußball ist. Klar. Die Küken können nicht wissen, was die Bewegungen eines zufallsgesteuerten Roboters auslöst. Fußball-Fans wissen schon, wie man punkten kann, zum Beispiel mit einem Kopfball in die obere rechte Ecke des Gegner-Tores.


Bei dem Küken-Experiment war es der instinktive Wunsch, der vermeintlichen Mutter nahe zu sein, der nun den Roboter seine Wege anders laufen lies und zwar immer mehr zur Spielhälfte der Küken.   Die kleinen niedlichen Lebewesen schafften also mit ihrer inneren Erwar-tungshaltung ein Energiefeld, das eine Maschine beeinflussen konnte.


Grandios, welche Intelligenzen und welche noch weitgehend unbekannten Kräfte der Natur innewohnen.                                

 -tja-

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